Ausweglose Situation der Pflege? Nein!

Die Corona-Pandemie hat den bereits akuten Personalmangel in der Pflege weiter verschärft: So sind zurzeit 11.000 Stellen unbesetzt. Und bis 2029 werden 65.000 zusätzliche Pflegende benötigt. Die Grünen weisen seit Jahrzehnten darauf hin, dass es genügend Pflegefachpersonal braucht, um die Pflegequalität und die Sicherheit der Patient:innen zu garantieren. Doch die Situation ist nicht ausweglos! Am 28. November haben wir die Möglichkeit mit der Pflegeinitiative, den Pflegenotstand zu beseitigen. Die Initiative stellt sicher, dass genügend Pflegende ausgebildet werden, dass diese dank besserer Arbeitsbedingungen länger im Beruf bleiben und sie sichert die Pflegequalität und die Sicherheit der Patient:innen. Der indirekte Gegenvorschlag des Parlaments reicht bei Weitem nicht aus. Er will zwar in die Ausbildung der Pflegenden investieren, doch das allein reicht nicht, da fast die Hälfte des ausgebildeten Pflegefachpersonals noch während des Erwerbslebens aus dem Beruf aussteigt. Der Gegenvorschlag beinhaltet keine Massnahmen, um die zusätzlich ausgebildeten Personen anschliessend im Beruf zu halten. Er hat also keinen nachhaltigen Effekt. Viel Geld würde dadurch sinnlos vergeudet. Um zu verhindern, dass noch mehr Pflegestellen unbesetzt bleiben, braucht es die Pflegeinitiative. Sorgen wir für ein deutliches Ja zu dieser Initiative am 28. November – für eine starke Pflege!

Tom C Fetsch, Co-Präsident Grüne Münchenstein