Wider das St.Florians Prinzip

zum Quartierplan VanBaerle in Münchenstein.

Ich wohne direkt neben dem VanBaerle Areal (Blauenstrasse) und hätte allen Grund, dem Referendum zuzustimmen. Die Aussicht auf über 400 neue Wohnungen samt Hochhaus find ich nicht berauschend. Trotzdem stimme ich Ja.

Alle reden wir heute von Verdichtung, die dringend nötig sei.  An der Gmeindi vom 22.3. wurde dann aber auch ausgeführt, dass manche Quartiere in Basel noch wesentlich dichter bebaut sind als im Quartierplan VanBaerle vorgesehen, zB. die schöne Delsbergerallee. Können wir nun sagen: «Verdichtung in der Stadt Ja, aber doch nicht bei uns in der Agglo» (das war ein Argument an der Gmeindi)? Diese St.Florians Politik («Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus, zünd’ and’re an») lehne ich trotz meines Namens ab.

Denn mir scheint, das Projekt ist sorgfältig konzipiert: Es sollen Wohnungen für WGs, ältere Menschen, Familien geben; speziell günstige Wohnungen und solche, die mehr kosten. Vorgesehen sind zudem: Urban gardening auf Dächern, begrünte Fassaden, mindestens 100 Bäume; eine Kita, ein Kindergarten, kleine Läden, ein Veloparkplatz pro Zimmer, strenge Energievorschriften etc.

Das VanBaerle Areal ist ein Industrieareal, optimal an Tram und S-Bahn (und Autobahn) angebunden. Kein Kulturland, keine Grünfläche wird zerstört. Und ob dereinst Menschen in diesem verdichteten Areal wohnen wollen, ist nicht mein Problem, sondern das der Bauherrn.

Florianne Koechlin, Münchenstein