Wie geht Münchenstein mit seinen Einwohner*innen um?

Für die kommende Gemeindeversammlung musste die Verwaltung einen Vorschlag ausarbeiten, wie am Standort Dillacker per Schuljahr 2022/23 genügend Schulraum für 2 Kindergärten und die 1. und 2. Primarstufe erstellt werden kann. Der Gemeinderat schlägt einen rund 4.6 Mio CHF teuren Neubau vor. Wird der dafür notwendige Verpflichtungskredit an der Gemeindeversammlung angenommen, wird der Neubau gemäss Ratschlag S. 18 dennoch nicht gebaut. Eine Lösung für das Schuljahr 2022/23 fehlt im Ratschlag, der Gemeinderat erachtet die vom Komitee bewusst gewählte Jahreszahl nur als «orientierend».

Den Initianten schwebte im Frühling ein Containerprovisorium vor. Ich habe über Anrufe und E-Mails versucht, mit der Verwaltung in Kontakt zu treten und unsere Ideen einzubringen. Leider ohne Erfolg. Der Gemeindeverwalter hat jedoch versprochen, uns das Traktandum Mitte August vorzulegen, um sicherzustellen, dass dieses dem Begehren entspricht. Wir erhielten den Ratschlag erst nach mehrmaliger Nachfrage Ende August, zwei Tage vor der Veröffentlichung. Das Komitee hätte gerne konstruktiv mitgearbeitet, was aufgrund dieser Vorgehensweise nicht möglich war.

Fazit: Ich bin masslos enttäuscht vom Vorgehen der Gemeinde gegenüber Bürgern, die konstruktiv mithelfen wollen. Es besteht kein politischer Wille, mit den Bürgern zu arbeiten. Kommen Sie an die Gemeindeversammlung und helfen Sie mit, diesen Ratschlag noch sinnvoll zu korrigieren.

Michael Rentsch