Am 5. März wählten die Grünen Baselland ihren Kandidaten für die Regierungsratsersatzwahl. Sie waren in der komfortablen Lage, aus drei Bewerbungen auswählen zu können. Bei der Vorstellung und der Diskussion wurde rasch klar, dass Andrea Sulzer als Gemeindepräsidentin von Waldenburg und seit 15 Jahren in leitender Stellung berufstätig, sowie Philipp Schoch das Rennen unter sich ausmachen werden. Die deutlich grössere, politische Erfahrung und die Unterstützung durch prominente Frauen führten schliesslich dazu, dass Philipp Schoch bereits im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichte. Schoch ist krisenerprobt und kann auch in schwierigen Situationen die Übersicht bewahren. So hat er sich sowohl als Leiter des Pflegedienstes der Notfallstation am Kantonsspital Baselland, wie auch als Politiker bewährt und seinen Rucksack mit wichtigen Erfahrungen gefüllt.

Derweil tut sich die SVP schwer mit der Kandidatenkür. Wegen der innerparteilichen Spannungen haben sich prominente, gemässigte Kandidaten bereits zurückgezogen.

Schoch freut sich auf den Wahlkampf, der leider erst Ende März beginnen kann. In der Auseinandersetzung mit der wirtschaftsfeindlichen, unseren Wohlstand und das Verhältnis zu unseren europäischen Nachbarn gefährdenden SVP-Initiative, die am 14. Juni gleichzeitig zur Abstimmung kommen wird, wird sich zeigen, wer geeigneter ist, den Kanton als Regierungsmitglied «weiterzubringen».

Arnold Amacher, Grüne Münchenstein